Zugdienst „Tiefbauunfälle“

Beim Zugdienst am 07.08.26 stand bei der Feuerwehr Othfresen das Thema „Tiefbauunfälle“ auf dem Ausbildungsplan.

Das Einsatzstichwort ist insbesondere bei einer verschütteten Person von großer Bedeutung. Hierbei kommt es auf ein schnelles aber vor allem sicheres und kontrolliertes Vorgehen an.

Die Feuerwehr Othfresen hält hierfür verschiedene Bretter und Kanthölzer vor, mit denen ein möglichst sicherer Überlebensraum für die verschüttete Person geschaffen werden kann.

Zum Einsatz kommt dabei auch das Paratech-System, welches auf dem HLF 20 mitgeführt wird. Damit können die, in die Baugrube eingeschobenen Bretter, mithilfe von Druckluft auseinandergedrückt und anschließend mit Kanalstreben gesichert werden.

Bevor in der Grube gearbeitet wird, müssen die Randbereiche entsprechend abgesichert bzw. mit Brettern abgedeckt werden. Dadurch wird die Belastung verteilt und das Risiko eines weiteren Nachrutschens reduziert.

Nach der Sicherung beginnt die vorsichtige Befreiung der Person. Erdreich, Kies und andere Materialien werden dabei händisch oder mit handgeführten Schaufeln entfernt. Sobald die Person vollständig freigelegt ist, kann die Rettung – je nach Lage – beispielsweise mit einem Spineboard oder einer Schleifkorbtrage erfolgen.

Bei einem Realeinsatz werden im Gemeindegebiet, neben der zuständigen Ortsfeuerwehr, die beiden Rüstzüge aus Liebenburg und Othfresen, die Fachgruppe Absturzsicherung der Gemeindefeuerwehr sowie die Ortsfeuerwehr Langelsheim alarmiert. 

Zusätzlich bringt die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) des Landkreises Goslar einen Abrollbehälter mit weiterem Spezialmaterial zur Einsatzstelle.

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