Am vergangenen Sonntag lud die Feuerwehr Othfresen zu einem Erste Hilfe Kurs der besonderen
Art ein, Erste Hilfe am Kind war das Thema.
Die 22 Teilnehmer waren junge Familien, sowie deren Angehörige aus den Reihen der
Feuerwehr und weitere Interessierte aus der Gemeinde Liebenburg.
Die Initiative zur Durchführung dieses Kurses kam von Anika Kopka und Henriette Geske, beides
junge Mütter, deren Männer in der Feuerwehr Othfresen tätig sind und die der Meinung waren, dass ein solches Thema wichtig für junge Familien sein könnte.
Ein Referent war schnell in den eigenen Reihen gefunden. Der Gemeindeausbildungsleiter Christof Pabel, gleichzeitig Ausbilder für Erste Hilfe bei der Berufsfeuerwehr Salzgitter, erklärte sich sofort bereit diesen Kurs
durchzuführen.
Nach den ersten allgemeinen Themen, wie Rechtsgrundlagen, allgemeines Verhalten in Notfallsituationen, wie die Absicherung einer Unfallstelle und das Absetzen des Notrufs ging es in die Details.
Einige davon waren zum Beispiel die Normalwerte eines Kindes, wie Herzschlag und Puls im Vergleich zum Erwachsenen.
Der Blutverlust eines Kindes kann bereits bei geringen Mengen lebensgefährlich sein. Stürze können weitaus schlimmere innere Verletzungen und Bewusstseinsstörungen hervorrufen,
als man vielleicht vermutet.
Auch eine Störung der Atmung wie beim Krupphusten oder das Verschlucken von Kleinteilen, sowie die Vergiftung durch ätzende Flüssigkeiten wie Putz- oder Reinigungsmittel wurden
angesprochen. Passend zu diesem Thema wurden entsprechende Tipps zur richtigen Lagerung und dem richtigen Umgang mit diesen gefährlichen Stoffe gegeben.
Ein weiteres wichtiges Thema waren thermische Notfälle wie Verbrühungen, Verbrennungen oder Erfrierungen die aufgrund des kleinen Körpers weitaus gefährlicher sein können als bei
Erwachsenen.
Bei einer Verletzung der Haut durch Stürze mit Schürfwunden oder ähnlichem, konnte Christof auf die entsprechende Wundversorgung hinweisen.
Die Verletzung von Knochen und Gelenken wurde ebenso angesprochen wie Bauch- und innere Verletzungen, die gerade bei Säuglingen nicht sofort erkannt werden weil Säuglinge und Kleinkinder ihre Beschwerden noch nicht mitteilen können.
Deshalb bedarf es hier einer erhöhten Aufmerksamkeit.
Im Anschluss an dem theoretischen Teil konnte man mit praktischen Übungen das Erlernte wie zum Beispiel die Reanimation oder Beatmung eines Säuglings oder das Entfernen eines verschluckten Gegenstandes üben.
Nach 6 interessanten Stunden für die Teilnehmer war der Lehrgang beendet und die beiden Initiatoren bedankten sich auch im Namen aller Anwesenden beim Ausbilder Christof Pabel mit einem kleinen Geschenk für diesen interessanten und wichtigen Lehrgang













