Zwei eingeklemmte Personen und auslaufender Gefahrstoff

Auf einen Blick

Datum: 22. 11. 2019
Alarmzeit: 17:49 Uhr
Alarmierungsart: Digitaler Meldeempfänger
Art: F12 – Öl nach VU 
Einsatzort: Othfresen, Graseweg
Feuerwehr Othfresen: 20 Einsatzkräfte mit ELW 1 , HLF 20 , LF 8 , GW-L1 
Weitere Vermerke:  

Einsatzbericht:

Einsatz-Nr. 31/2019

Ein Landwirt befährt mit seinem Traktor mit Düngerspritze den Graseweg und biegt nach rechts in den Hasenbeeksweg ab. Ein mit zwei Personen besetzter PKW fährt den Hasenbeeksweg entlang in Richtung Feldberg. Am Kreuzungsbereich zum Graseweg missachtet er die Vorfahrt und fährt in das landwirtschaftliche Fahrzeug. Der PKW beschädigt die Düngerspritze und es kommt zum Austritt des Insektizids „Karate Zeon“. Der Fahrer des PKW verreißt das Lenkrad und fährt frontal in den dortigen Graben.

So war die Ausgangslage für eine Alarmübung der Feuerwehr Othfresen und des DRK Liebenburg und Döhren.

Im Text der Alarmierung hieß es, dass lediglich Betriebsstoffe nach einem Verkehrsunfall mit einer verletzten Person auslaufen würden.

Bei der Erkundung des stellvertretenden Ortsbrandmeisters und Einsatzleiter, sowie dem Gruppenführer des Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 20), stellte sich heraus, dass zwei Personen im PKW eingeklemmt waren, die Düngespritze beschädigt wurde und ein Insektizid auslief.

Daraufhin wurde die Einsatzstelle in zwei Abschnitte geteilt. Die Besatzung des HLF 20 übernahm die technische Rettung der Verletzten und der Gerätewagen Logistik und das Löschgruppenfahrzeug 8 kümmerte sich um den auslaufenden Stoff.

Der Einsatzleitwagen holte Informationen über den Gefahrstoff ein, so dass danach die weitere Vorgehensweise, unter Beachtung der Gefahrenhinweise, abgestimmt wurde. 

Das Insektizid wurde in einem Becken aufgefangen und die Leckage durch zwei Kameraden in leichter Schutzausrüstung provisorisch abgedichtet, ebenfalls wurden Gullydeckel im nahen Umkreis abgedichtet und der bereits ausgelaufene Stoff auf der Straße mit Bindemittel abgestreut.

Die Rettung des Beifahrers erfolgte über die Heckklappe des Fahrzeugs. 

Der Fahrer wurde nach entfernen der Türen und Säulen der Fahrerseite, schonend mit dem Spineboard gerettet. Die Versorgung der Verletzten übernahm das DRK Liebenburg mit Unterstützung von Othfresener Kameraden.

Nach etwa 40 Minuten waren alle Einsatzschwerpunkte abgearbeitet und die Übung konnte beendet werden. Nach einer kurzen Nachbesprechung und wiederherstellen der Einsatzbereitschaft war der “Einsatz” gegen 20 Uhr beendet.

Bei einem realen Einsatz, wären neben der Feuerwehr Othfresen noch weitere Wehren alarmiert wurden. Darauf wurde aber in der Planung der Übung bewusst verzichtet.

Die Übung wurde von den Kameraden Heiko Wolff , Tobias Fricke und dem Ortsbrandmeister Dennis Dorn ausgearbeitet. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Christoph Schubert fungierte als Übungsbeobachter.

Die Feuerwehr Othfresen bedankt sich bei Thomas Dzäbel Fahrzeugtechnik für das Bereitstellen eines Unfallfahrzeugs, bei der Familie Sander für den Traktor mit der Düngespritze und bei den zwei Kameraden der Feuerwehr Vienenburg, die die Unfallopfer darstellten.

Weitere eingesetzte Kräfte:

DRK Liebenburg und Döhren: KTW

 

 

 

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